Wechseljahre müssen nicht anstrengend sein

Ein ganzheitlicher Weg durch die Wechseljahre

für mehr Energie, Stabilität und Wohlgefühl

Wenn du dich für die Wechseljahre interessierst, dann macht es Sinn, diesen ganzen langen Text zu lesen. Es lohnt sich - danach bist du ein ganzes Stück schlauer.

Ich kenne mich mit den Wechseljahren aus, da ich selbst drinstecke und weiß wie es ist, nicht richtig beraten zu werden. Wir können uns so viel Leid, Krankheiten und Unsicherheiten ersparen, wenn wir über die drei Hormone Östrogen, Progesteron und Testosteron Bescheid wissen.

Wenn du dich hier wiedererkennst – dann los geht’s.

Hier kommt die Aufklärung. Dieses Wissen verändert so viel.

Meine Erfahrung und Überzeugung ist: keine Frau sollte sich durch die Wechseljahre schleppen. Oft hören wir Frauen den Satz: das ist keine Krankheit, da müssen wir alle durch.

Die Wechseljahre beginnen mit ca. 38 Jahren und enden mit ca. 64 Jahren.

Was heißt Wechseljahre? Wir wechseln die Hormonlagen. Erst nur das Progesteron, dann das Östrogen und das Testosteron. Diese drei Hormone sind für uns von entscheidender Bedeutung dafür, wie es uns geht.

Der entscheidende Satz ist hier: wenn dir Hormone fehlen, dann fehlen dir Hormone. Punkt. Da hilft kein Beten, abwarten oder die Einstellung: das geht auch wieder vorbei.

Tut es nicht, denn auf dem Weg der fehlenden Hormone können wir erheblichen gesundheitlichen Schaden erleiden. Ob psychisch oder körperlich.

Wenn das Progesteron sinkt, können Symptome entstehen wie:

  • Myome
  • Stimmungsschwankungen
  • Reizbarkeit
  • Ungeduld
  • Hitzewallungen
  • Kopfschmerzen/ Migräne
  • Geschwollene Brüste und Beine
  • Dicker Bauch/ Magen-Darm-Probleme
  • Atemnot
  • Regelschmerzen
  • Gewichtszunahme, vor allem am Bauch
  • Haarausfall
  • Schlafstörungen
  • Vitalitätsverlust
  • Eierstockzysten
  • Starke Blutungen

Dann sprechen wir von einer Östrogendominanz und die beschert uns Symptome wie:

  • Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen
  • Gefühl von "überreizt", dünne Nerven
  • Weinen ohne ersichtlichen Grund
  • Innere Unruhe, Stressintoleranz
  • Brustspannen / druckempfindliche Brüste
  • Wassereinlagerungen (Gesicht, Beine, Bauch)
  • Gewichtszunahme, besonders Hüfte & Bauch
  • Cellulite stärker ausgeprägt
  • Schwere Beine
  • Heißhunger auf Süßes / Kohlenhydrate
  • Migräne vor allem vor der Periode
  • PMS-ähnliche Beschwerden (auch ohne Periode)
  • Myome, Zysten, Endometriose können sich verstärken
  • Blutdruckschwankungen
  • Hitzewallungen mit Druckgefühl und Wut (kurz, heftig, „explosiv“)
  • Schlafstörungen, vor allem nächtliches Grübeln

Merke: zu wenig Progesteron führt zu einem ungeschützten Nervensystem. Dann wirkt das Östrogen unkontrolliert.

Dann kommt die Phase des Östrogen- und Progesteronmangels mit typischen Symptomen wie:

  • Anhedonie: „Mir ist alles egal“
  • Gefühl von Sinnlosigkeit / Leere
  • Verlust von Weiblichkeit & Libido
  • Konzentrationsschwierigkeiten, Brain Fog
  • Ängste, Unsicherheit, innere Fragilität
  • Erschwerte Gewichtsabnahme
  • Trockene Schleimhäute (Scheide, Augen, Mund)
  • Schmerzen beim Sex
  • Nächtliches Herzrasen
  • Kraftverlust im Körper
  • Muskelabbau / schwerer Muskelerhalt
  • Haut wird dünn, pergamentartig
  • Gelenk- und Sehnenschmerzen
  • Häufige Blasenentzündungen
  • Brennen / Ziehen in der Blase
  • Trockener Intimbereich / Juckreiz
  • Hitzewallungen mit Zittern und anschließendem Frieren (eher „Unterzuckerungs-Feeling“)
  • Schlafprobleme zwischen 2–4 Uhr → Wach werden mit Nervensystem-Alarm
  • Cholesterin steigt
  • Haarausfall besonders an den Schläfen  

Merke: zu wenig Östrogen führt dazu, dass Nervensystem, Gelenke, Schleimhäute und Stoffwechsel leiden.

Wie wir sehen können, hat jede Phase unterschiedliche, aber auch ähnliche Symptome. Da hilft nur eins: die Hormone im Blut messen lassen. Hierbei berate ich dich von ganzem Herzen, denn es ist immer noch ein Tabuthema. Nicht für mich und jetzt auch nicht mehr für dich. Ein Tipp von mir: wähle eine gynäkologische Praxis, die in ihrem Portfolio beschreibt, dass sie mit bioidentischen Hormonen arbeitet. Die bestimmen dann die richtigen Werte.

Beschwerden durch Testosteronmangel

Viele Frauen denken bei den Wechseljahren zuerst an Östrogen. Doch ein weiterer, oft übersehener Hormonschlüssel beeinflusst Wohlbefinden, Figur, Muskeln, Nerven und Sexualität ganz maßgeblich: Testosteron. Bereits ab Mitte 30 sinkt die körpereigene Testosteronproduktion kontinuierlich – lange bevor das Östrogen fällt. Dieser Testosteronmangel kann deshalb schon Jahre vor den klassischen Wechseljahrbeschwerden Symptome verursachen. [nbsp]

Typische Anzeichen eines Testosteronmangels bei Frauen:

  • Müdigkeit, Energielosigkeit
  • Muskelabbau, weniger Kraft trotz Training
  • Gewichtszunahme, besonders Bauchfett
  • trockene Schleimhäute (auch im Darm!)
  • Libidoverlust, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Stimmungswechsel, Reizbarkeit, depressive Verstimmung
  • schlechtere Stressregulation, Brain Fog
  • verlangsamter Stoffwechsel

Viele Frauen fühlen sich „wie fremdgesteuert“, verlieren ihre innere Stabilität oder erleben ihren Alltag als anstrengend. Häufig erhalten sie dann Östrogen oder Progesteron – aber das allein löst die Ursache nicht, wenn das Problem im Testosteron liegt.

Warum der Gesamttestosteronwert für Frauen nicht aussagekräftig ist

In den meisten Laboren wird nur das Gesamttestosteron gemessen. Dieser Wert zeigt jedoch nicht, wie viel Testosteron der Körper tatsächlich nutzen kann. Der Großteil des Hormons ist an Eiweiße wie SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin) gebunden – und damit nicht wirksam.

Für das hormonelle Gleichgewicht ist ausschließlich das freie Testosteron relevant. Nur dieser freie Anteil kann:

  • den Stoffwechsel ankurbeln
  • Muskeln und Knochen stärken
  • Nervensystem und Stimmung stabilisieren
  • Fettabbau unterstützen
  • Libido und Schleimhautgesundheit fördern

Zwei Frauen können also denselben Gesamttestosteronwert haben – und trotzdem völlig unterschiedliche Symptome, je nachdem wie viel freies Testosteron zur Verfügung steht.

Deshalb sollte bei Frauen immer das freie Testosteron beurteilt werden, nicht nur der Gesamtwert. Ich empfehle dir, folgende Werte messen zu lassen

  • Gesamttestosteron
  • Freies Testosteron
  • SHBG

Wichtig: Testosteron für Frauen ist nicht „männlich“

Viele Frauen haben Sorge, dass sie durch Testosteron „männlicher“ werden könnten. In natürlicher, bioidentischer Dosierung passiert jedoch genau das Gegenteil:

Der Körper gewinnt seine weibliche Stabilität zurück – Stoffwechsel, Gewebe, Sexualität und Energie werden harmonisiert.

Ganzheitliche Therapie

Eine sinnvolle Testosterontherapie umfasst nicht nur Hormone, sondern auch:

  • Darm- & Schleimhautgesundheit
  • Stress- und Nebennierenbalance
  • Leberstoffwechsel
  • Ernährung & Proteinverwertung
  • Bewegung & Muskelaufbau

Mit dieser ganzheitlichen Betrachtung kann sich der Körper stabilisieren – für mehr Lebensqualität, Vitalität und Weiblichkeit.

Wechseljahre müssen nicht anstrengend sein.

Gerne begleite ich dich ganzheitlich, hormonell und naturheilkundlich auf deinem Weg zurück zu Energie, Stabilität und Wohlgefühl.